Die Criminale in Salzburg
Salzburg ist eine schöne und beeindruckende Stadt. Sie wird aber überrollt von Touristen, das Klischee scheint übererfüllt: Neben den Strömen von Einzeltouristen stolpern große Reisegruppen aus Asien, Amerika und sonstwo überall herum, machen Selfies, filmen, stoßen Begeisterungsrufe aus und kaufen Mozartkugeln en masse. Die Innenstadtgeschäfte sind zu einem Drittel Konfiserien, die eben diese Mozartkugeln verkaufen, ein weiteres Drittel bietet Hochpreis-Marken im Bereich von Schmuck bis Mode an, und das letzte Drittel bilden Lädchen, die alles an Touristen-Ramsch (überteuert) verkaufen, was sie loswerden können.
Aber die Criminale bedeutet ja nicht nur Stadtgucken, sondern auch ernsthafte Arbeit ;-)
Ich war u.a. bei zwei Veranstaltungen der Landespolizeidirektion zum Thema Cybercrime, beim Vortrag über moderne Forensik des leitenden Gerichtsmediziners in Salzburg, bei einer Führung hinter den Kulissen des Salzburger Landestheaters (großartiger potentieller Krimi-Schauplatz) - alles sehr interessant. Auf der (sehhhr langen) Mitgliederversammlung wurde das wichtige Thema zukünftige Zugangsbedingungen zum Syndikat sehhhhr ausführlich diskutiert. Die Abschlussgala dann war gebührend glanzvoll, und demonstrierte auch ihren Live-Charakter: Die Moderatoren mussten zunächst schnell reagieren, als der Ehrengast Fred Breinersdorfer nicht auf die Bühne kam und verschwunden schien. Dann kam er doch noch - live, eben.
Es waren turbulente Tage bei schönem Wetter. Einige tauften sie scherzhaft "Durst-Criminale" - diejenigen, die dabei waren, wissen warum ;-)
Hier einige weitere Impressionen aus Österreich, Mai 26